Demographischer Wandel – Einwohnerzahl Baden-Württembergs steigt

MMM Firmian
Die Einwohnerzahl Baden-Württembergs dürfte im Jahr 2015 nach ersten Schätzungen um mindestens 125.000 auf etwas mehr als 10,8 Millionen ansteigen. Damit hat sich – vor allem aufgrund des Zustroms an Flüchtlingen – der Trend der letzten Jahre mit steigenden Zuwanderungszahlen nochmals erheblich verstärkt, schreibt das Statistische Landesamtes Baden-Württemberg in seiner Pressemeldung.

Im Jahr 2014 zogen per Saldo knapp 90.000 Personen in den Südwesten, im Jahr 2013 waren es rund 70.000. Dagegen war noch in den Jahren 2008 und 2009 die Einwohnerzahl des Landes aufgrund geringer Wanderungsgewinne und eines negativen Geburtensaldos (weniger Geburten als Sterbefälle) rückläufig.

Immer mehr ältere Menschen

Heute leben in Baden-Württemberg sowohl rund 2,1 Millionen unter 20-Jährige als auch rund 2,1 Millionen 65-Jährige und Ältere. Damit liegt der Anteil dieser Altersgruppen an der Gesamtbevölkerung bei jeweils knapp 20 Prozent. Künftig wird es aber deutlich weniger Jüngere als Ältere geben: Der Anteil der unter 20-Jährigen an der Gesamtbevölkerung wird sich bis zum Jahr 2060 – relativ moderat – auf dann nur noch etwas mehr als 17 Prozent verringern. In einer gegenläufigen Entwicklung dürfte dagegen der Bevölkerungsanteil der 65-Jährigen und Älteren bis zum Jahr 2060 deutlich und zwar auf annähernd 30 Prozent ansteigen.