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Kann sich der öffentliche Dienst dem Wandel entziehen?

Öffentlicher Dienst Wandel

Am 4. September 1998 wurde Google gegründet. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es im Deutschen das Verb „googeln“ nicht. Den heutigen Teenagern der Generation Z ist der Ausdruck natürlich geläufig. Ebenso ist für sie völlig normal eine Flatrate, mindestens ein Smartphone, internationale Vernetzung, extremer Wohlstand und ein Hang zur Selbstdarstellung.

Der Wandel begann natürlich nicht mit der Gründung von Google. Doch lässt sich daran illustrieren wie sich die Kommunikation bzw. Lebensweise unserer Gesellschaft verändert hat. Wie aber hat der öffentliche Dienst bisher auf den grundlegenden Wandel (demographisch, digital, komplex) reagiert. Von agiert kann selten die Rede sein. Aktuell wird die Frage eines Digitalministers diskutiert: 20 Jahre nach Google.

Die öffentliche Hand hinkt dem Zeitgeist deutlich hinterher. Entscheidungsabläufe und Strukturen spiegeln eine teilweise längst vergangene Zeit wider. Das macht gar nichts, denkt so mancher Zeitgenosse. Angesichts der rasanten technologischen, wissenschaftlichen, demografischen und werteorientierten Veränderung macht es eben doch etwas.
Bürger verlangen nach geänderten Öffnungszeiten. Sie möchten per App ihren Parkausweis ordern. Angehende Verwaltungsfachleute suchen nach Signalen attraktiver Partizipation und Kommunikation. Nur mit einem sicheren Arbeitsplatz werben reicht eben nicht damit sich gute Bewerber finden.

Fazit: Der öffentliche Dienst kann sich der gewaltigen Herausforderung nicht entziehen. Ganz im Gegenteil: Er muss sich zumindest vom Schlusslicht der Bewegung zumindest ins Mittelfeld bewegen.

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