Demographie-Blog

Fehlerkultur – Wo sind die Grenzen?

Rolf Dindorf Führungskräfteberater Heidelberg
Im Zuge der Diskussion um neue Führungskonzepte und Mitarbeitermotivation taucht die Fehlerkultur als ein „neuer“ Leuchtturm auf. Abgesehen davon, dass es das innerbetriebliche Vorschlagswesen (klingt nicht sonderlich sexy) schon länger gibt muss schon kritisch hinterfragt werden inwieweit der Software-Grundsatz „always beta“ zu verantworten ist.

Ein Unternehmen wie Microsoft mag ein neues Windows auf den Markt werfen und bei Fehlern ein Update nachreichen. Was aber macht ein Kranhersteller wie Terex Cranes? Wie sollen es die Autohersteller Citroen oder BMW halten? Einfach Produkte ausliefern und bei (tödlichen) Unfällen sorry sagen. Wir sind eben in der Beta-Phase.

Es lässt sich leicht über Fehler, Kurskorrekturen und Nachbesserungen daherreden. Wer aber übernimmt die Verantwortung? Wer definiert den Umfang eines noch akzeptablen Fehlers? Schließlich soll es weder tragische Unfälle noch Willkür bei Entscheidungen geben.

Ist dies ein Plädoyer gegen Fehlerkultur? Keineswegs. Nur soll mit Sinn und Verstand  und nicht aus ideologischen Gründen eine Fehlerkultur gelebt werden. Wäre es da nicht besser zwischen der Freiheit in Experimentierräumen und der Verantwortung im Tagesgeschäft zu differenzieren?


Der Artikel hat Ihnen gefallen? Bitte teilen.
The following two tabs change content below.
Sie brauchen frischen Wind oder Jemanden, der Ihnen neue Ideen vorstellt um das Zusammenspiel von Wertewandel, Digitalisierung und demographischem Wandel zu lösen? Lassen Sie uns unverbindlich darüber sprechen. Telefon: 0631 6259657

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Entscheidungen, die nicht gelten, kosten mehr als Zeit.

Abstrakte Betontreppe als Symbol für Entscheidungsfähigkeit, Führung und Handlungsfähigkeit in Verwaltung und Mittelstand

Sie kosten Vertrauen. In Führung. In die Organisation. Und irgendwann in die eigene Handlungsfähigkeit.

In den meisten Organisationen liegt das Problem nicht in der Motivation der Beteiligten. Es liegt daran, dass niemand geklärt hat, wer wirklich entscheiden darf – und was danach verbindlich gilt.

Eine Führungsklausur nach dem GILT-Prinzip klärt genau das. In einem oder zwei Tagen. Mit konkretem Ergebnis.

Gespräch anfragen