Demographie-Blog

Die neuen Start-ups in Deutschland – Marita Lüben von Business4Experts im Interview

Marita Lueben Business4HRStart-ups sind in aller Munde. Sie stehen für ein innovatives Unternehmertum mit zukunftsorientierten Denkweisen.
Die Interviewreihe widmet sich den neuen Start-ups in Deutschland. Praktiker aus Unternehmen äußern sich kurz und knackig zu Ihrem Start-up.
Die Fragen im heutigen Interview hat Marita Lüben beantwortet. Sie ist Geschäftsführerin bei Business4Experts aus Köln.

1. Was ist die Idee hinter Eurem Start-up ?
Wir haben eine alternative Karriereplattform für die moderne Job- und Personalsuche für erfahrene Fach- und Führungskräfte mit mindestens 15 Jahren Berufserfahrung entwickelt.
Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels gewinnt der Arbeitsmarkt für hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte mit Berufserfahrung zunehmend an Bedeutung. Im Zuge des Fachkräftemangels stellt er für viele Unternehmen sogar bereits den neuen Zukunftsmarkt dar. Genau hier setzt Business4Experts an und grenzt sich durch den Fokus auf ein reiches Know-how seiner Mitglieder zugleich von andere Dienstleistern und Karrierenetzwerken ab.

Auf unserer Plattform begegnen sich Kandidaten und Unternehmen auf Augenhöhe. Kandidaten können sich bei uns kostenlos registrieren , präsentieren sich mit einem (zunächst anonymisierten) Profil im virtuellen Karrierenetzwerk, können unkompliziert mit Unternehmen in Kontakt treten oder sich direkt auf eine der angebotenen Stellen bewerben.

„Active sourcing“ ist auch von der Arbeitgeberseite gewünscht. Hierfür bietet unsere Plattform Unternehmen einen professionellen Präsentationsraum, um gezielt Fach- und Führungskräfte mit entsprechender Berufserfahrung zu gewinnen und ein eigenes exklusives Netzwerk aufzubauen, um Vakanzen zu gegebenen Zeitpunkt schnell und passgenau zu besetzen.

Neben unserer Plattform übernehmen wir auch kleinere Employer Branding Aktivitäten unserer Kunden und verbreiten ihre Vakanzen in unseren sozialen Netzwerken. Wir sind davon überzeugt, dass unser Kanal bislang in der Recruitinglandschaft in Bezug auf erfahrene Fach- und Führungskräfte gefehlt hat – und die Rückmeldung unserer Kunden bestätigt dies.

2. Was heißt es, in einem Start-up zu arbeiten ?
Bei uns gleicht kein Tag dem anderen. Wir hinterfragen täglich unsere Prozesse und Angebote und nehmen neue Aspekte von Kunden auf.
Das macht es sehr spannend, weil es für uns immer wieder überraschend und faszinierend ist, wie unsere Kunden mit unserem Produkt arbeiten. Anhand des Feedbacks unserer Kunden entwickeln wir unser Produkt ständig weiter. Spannend ist, ein zunächst theoretisches Produkt live am Markt zu erleben.
Organisatorisch können wir relativ frei bestimmen, wie wir unseren Ablauf organisieren. Wir haben kaum Hierarchien und Entscheidungswege bestehen quasi über den Schreibtisch. Das macht es einfach, sehr schnell auf neue Aspekte oder Feedback von Kunden einzugehen.

3. Wo möchtet Ihr mit Eurem Start-up in fünf Jahren stehen ?
Das möchte ich an dieser Stelle nicht abschließend beantworten. Aktuell spannend ist es für uns zu sehen, wie der Markt auf unser Produkt reagiert. Wir sind davon überzeugt, dass uns in fünf Jahren eine feste Nische im Recruitingmarkt gehört. Wir werden unser Portfolio erweitern und neue Bausteine mit in unser Angebot integrieren.

4. Welche Chancen siehst Du in der Digitalisierung der HR-Arbeitswelt ?
Am Beginn der Wertschöpfungskette von Unternehmen steht der geeignete Mitarbeiter. Deren Gewinnung und Bindung an das Unternehmen entscheidet für die Position im Markt und zukünftige Chancen des Unternehmens. Hier können digitale Lösungen entscheidend unterstützen. Gerade die nachwachsenden Arbeitnehmergenerationen haben hohe Ansprüche an ihren Arbeitsplatz: flexible Arbeitszeitregelungen, Homeofficeregelungen, Teilzeit, Personalentwicklungsprogramme und eine Firmenkultur, die zu ihnen passt, um nur einige Bereiche zu nennen.
Im Rahmen der digitalen Transformation stehen Unternehmen im Bereich Recruiting viel mehr Wege offen, die Mitarbeitergewinnung digital, zeitsparend und trotzdem individuell und persönlich zu gestalten. Tools zur Bewerberverwaltung erleichtern den Recruitingprozess und digitale Kommunikationsmittel erleichtern eine individuelle Bewerberkommunikation.
Wichtig meiner Ansicht nach ist jedoch, vor der Einführung einer digitalen Lösung eine konkrete Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen. Nicht jedes Kleinstunternehmen benötigt beispielsweise einen digitalen Recruitingprozess – hier würden die Kosten den Nutzen überschreiten.

Unternehmensporträt:
Zielgerichtet, zeiteffizient und passgenau – so bringen wir hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte mit entsprechender Berufserfahrung mit Unternehmen in Kontakt. Wir stehen mit unseren Kunden in einem regen Austausch und arbeiten aktiv an der Zukunft einer alternativen Recruitinglösung vor dem Hintergrund des demographischen Wandels. Gemeinsam mit unseren Kunden tragen wir dazu bei, dass sich Unternehmen und geeignete Kandidaten im Netz finden.

Vielen herzlichen Dank für die Beantwortung der Fragen.
Rolf Dindorf

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