Mitarbeiterbindung – Betriebliche Altersversorgung im Mittelstand

Mittelstand in Deutschland
Die Nachfrage der Beschäftigten in mittelständischen Unternehmen nach betrieblicher Altersversorgung (bAV) ist 2014 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Ganz offensichtlich resultiert dieser Zuwachs aus dem höheren finanziellen Engagement der Arbeitgeber beim eigenen Betriebsrentenangebot, denn zwei Drittel der Betriebe bieten gemischt finanzierte Modelle an. Damit honorieren die Arbeitgeber die sehr gute Wirkung der bAV als Instrument für die Mitarbeiterbindung. Eine Schwachstelle ist allerdings die interne Kommunikation der Unternehmen rund um die Betriebsrente. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Betriebliche Altersversorgung im Mittelstand 2015“, die die Generali Versicherungen und das F.A.Z.-Institut herausgeben.

Kommunikation im Mittelstand noch ausbaufähig

Die meisten mittelständischen Betriebe überlassen die interne Kommunikation rund um die bAV vor allem externen Dienstleistern. So ist das individuelle Beratungsgespräch des Anbieters bzw. Dienstleisters die wichtigste Kommunikationsform gegenüber den Mitarbeitern. Zwar stehen die bAV-Fachabteilungen nach eigener Aussage den Mitarbeitern für Rückfragen zur Verfügung, doch offensichtlich hat der Mittelstand keinen vorherrschenden Kommunikationskanal installiert. Ein kleiner Teil der befragten bAV-Verantwortlichen räumt sogar ein, gänzlich auf Kommunikation zu diesem Thema zu verzichten. In fast jedem zweiten Betrieb teilt die Unternehmensleitung Informationen zur Betriebsrente per Aushang am schwarzen Brett mit, aber nur jeder dritte Mittelständler nutzt dafür das Intranet.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Studie: Die Betriebe bauen ihre gemischt finanzierten Betriebsrentenangebote kräftig aus. Zugleich ist der Anteil der Betriebe mit einer rein arbeitgeberfinanzierten Betriebsrente erneut rückläufig.