Demographie-Blog

Berufsbildungsbericht 2017 – Nur noch 20% der Betriebe bilden aus

das demokratische Unternehmen
Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind für Jugendliche so gut wie nie. Rechnerisch standen 100 ausbildungsplatzsuchenden Schulabgängerinnen und Schulabgängern 104,2 Ausbildungsangebote gegenüber.
Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge blieb mit 520.300 gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant. Das sind Ergebnisse aus dem Berufsbildungsbericht 2017, der heute vom Bundeskabinett beschlossen wurde.

Heute Azubimangel – morgen Fachkräftemangel

Für viele Betriebe ist es schwieriger geworden, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Ein Indiz dafür ist der neue Höchststand von 43.500 bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten unbesetzten Ausbildungsstellen. Dem standen rund 20.600 unversorgte Bewerber gegenüber. Damit stellen Passungsprobleme zwischen Angebot und Nachfrage weiterhin eine zentrale Herausforderung dar. Zudem ist die Quote der Ausbildungsbetriebe erneut rückläufig und betrug 2015 20 Prozent.

Die demographische Entwicklung verbunden mit dem Trend zu höheren Schulabschlüssen und der gestiegenen Anzahl von Studienanfängern erfordern es, die Attraktivität und Qualität des Berufsbildungssystems weiter zu stärken. Hierzu hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im vergangenen Jahr eine bundesweite Informationskampagne „Du + Deine Ausbildung = praktisch unschlagbar!“ gestartet.
Mit dem neuen Aufstiegs-BAföG und dem verbesserten Weiterbildungsstipendium des BMBF wurden weitere Schritte unternommen, um die berufliche Bildung attraktiver zu machen. Das Stipendium kann für berufsbezogene Weiterbildung eigener Wahl genutzt werden. Seit diesem Jahr wurden die Förderleistungen des Programms deutlich erhöht.

Mit der Initiative zur Integration von Studienabbrecherinnen und Studienabbrechern in die berufliche Bildung hat das BMBF ein neues, zielgruppengerechtes Informations-, Beratungs-, und Vermittlungsangebot geschaffen. Außerdem unterstützt das BMBF mit dem Programm JOBSTARTER plus Unternehmen bei der betrieblichen Ausbildung. Ziel ist, dass sich wieder mehr Klein- und Kleinstbetriebe an der Ausbildung beteiligen.

Den Berufsbildungsbericht 2017 finden Sie hier


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