Demographie-Blog

Arbeitgeber verschenken Potenziale – mit flexiblen Ruhestandsmodellen punkten

Rolf Dindorf Generation Silberhaar
Arbeitnehmer legen immer größeren Wert darauf, sukzessive und nach ihren persönlichen Bedürfnissen in den Ruhestand treten zu können. Vielfach sind sie sogar bereit, über das gesetzliche Renteneintrittsalter hinaus zu arbeiten. Doch auf Seiten der Arbeitgeber herrscht hier noch Nachholbedarf: Bisher bietet nur ein kleiner Teil entsprechende flexible Modelle an.
Das sind die Kernerkenntnisse einer Befragung, die Aegon unter 16.000 Arbeitnehmern und Ruheständlern in 15 Ländern durchgeführt hat.

Wie die Globale Aegon-Studie belegt, wünschen sich 55 Prozent der Arbeitnehmer über 55 Jahren weltweit einen flexiblen Übergang in den Ruhestand. In Deutschland liegt dieser Anteil bei 46 Prozent. Viele Arbeitnehmer möchten nicht mehr mit 60 oder 65 Jahren vollständig aus dem Berufsleben ausscheiden.

Doch nur 27 Prozent der Arbeitgeber bieten weltweit (Deutschland: 33 Prozent) entsprechende Modelle an, in denen Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit zum Beispiel sukzessive reduzieren können und auch noch nach dem offiziellen Renteneintrittsalter ihrem Unternehmen erhalten bleiben. Nur 9 Prozent der Berufstätigen ab 55 Jahren geben zudem an, ihr Arbeitgeber ermögliche ihrer Altersgruppe gezielte Weiterbildungsmaßnahmen. Damit verschenken Unternehmen wertvolles Potenzial – denn gerade ältere Mitarbeiter sind besonders loyal. Laut der Befragung fühlen sich 48 Prozent der Berufstätigen über 55 Jahren ihrem Arbeitgeber eng verbunden.

Für die Studie hat das Aegon Center for Longevity and Retirement (ACLR) in Zusammenarbeit mit dem Transamerica Center for Retirement Studies® (TCRS) 16.000 Arbeitnehmer und Ruheständler ab 55 Jahren in 15 Ländern befragt, darunter auch 1.000 aus Deutschland.


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